Berufsschullehrer

Oft unterschätzte Herausforderung für Akademiker

Akademiker mit dem Wunsch nach Veränderungen haben oftmals die Möglichkeit, auf dem Seitenweg ins Berufsschulleben als Lehrer einzusteigen.

Berufsschulunterricht ist kein Kinderspiel

Die meisten Menschen denken, dass Lehrer ein leichtes Leben haben, sie verdienen viel und haben im Sommer sechs Wochen Ferien. Der Arbeitsaufwand eines Lehrers ist allerdings sehr hoch, der Umgang mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die den Großteil aller Berufsschüler ausmachen, gestaltet sich nicht immer einfach und die Schüler schätzen die Arbeit des Lehrers nicht immer. Das vermeintlich hohe Gehalt von rund 4000 Euro ist zwar eine Verlockung, für den Beruf des Lehrers braucht es aber eine Berufung, sonst scheitert das Vorhaben irgendwann.

Der Berufsschullehrer muss sich Respekt verschaffen

Grundschullehrer ist für die meisten Pädagogen ein Traumberuf, die kleinen Schüler sind lernwillig und meist brav, Klassenclowns und Störenfriede sind nicht so häufig vorhanden, wie beispielsweise in einer Berufsschule. Um als Berufsschullehrer zu arbeiten, muss der Akademiker in der Lage sein, sich gegenüber seiner zugeteilten Schüler zu behaupten und sich Respekt zu verschaffen. Schüchternheit und Angst vor freiem Sprechen sind Ausschlusskriterien für die Arbeit als Berufsschullehrer.

Berufserfahrung bei Berufsschullehrern von großem Vorteil


Wer nicht auf Lehramt studiert hat und dennoch sein Wissen weitergeben möchte, hat als Berufsschullehrer eine gute Gelegenheit hierzu. Wenn der Hochschulabsolvent bereits berufliche Erfahrungen gesammelt hat, kann er diese an die Berufsschüler weitergeben. Um als Berufsschullehrer arbeiten zu können, muss der Bewerber in mindestens zwei Fächern Unterricht geben können, ein einziges Unterrichtsfach wäre nicht ausreichend. Ob dies zwei berufsorientierte Fächer sind oder ob es sich um allgemeinbildende Fächer wie Mathematik oder Deutsch handelt ist nicht relevant.